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Die Ruhe vor den Toren Hamburgs

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das dachte wohl Kaiser Wilhelm I., als er seinem Kanzler Otto von Bismarck den Sachsenwald schenkte. Wegen seiner Verdienste um die Deutsche Einheit 1871. Bismarck hat sich in den Forst östlich von Glinde zurückgezogen. Er genoss die Ruhe vor den Toren Hamburgs. In Deutschland und zu Hause hielt er Ruhe für die erste Bürgerpflicht. Seinen Wohnsitz nannte er Friedrichsruh. Und ein ruhigeres Hobby als Schmetterlinge zu sammeln, ist kaum vorstellbar.Heute ist der Laubwald vor den Toren Hamburgs ein Geschenk für gestresste Städter. Die Schmetterlingsfarm ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel. Gut zu erreichen mit der S-Bahn nach Aumühle. Vom Bahnhof geht es zu Fuß die Emil-Specht-Allee (eine aus Hamburger Sicht eher beschauliche Straße) entlang über die Alte Schulstraße zum Mausoleum. Dort ruht der Fürst.

Aufregendes vor den Toren Hamburgs

Natürlich geht es im Südosten Hamburgs nicht nur ruhig zu. In Reinbek steht das Stammhaus des Rowohlt-Verlags, dessen Rotations-Romane die Bücherwelt revolutionierten. Zu Reinbek gehörend, aber nach Wohltorf ausgerichtet ist die Siedlung Krabbenkamp. Hier sprudelt die Bismarck-Quelle. Sie produziert auch stilles (!) Wasser und liefert es in alle Welt. Womöglich halten viele Menschen Bismarck für den Entdecker der Quelle und nicht für den „Eisernen Kanzler“.Die Friedrichsruher Straße in Wentorf ist – da täuscht der Name – viel befahren und laut. Auch sie verbindet Bergedorf mit dem Sachsenwald.In die Schlagzeilen geraten der Sachsenwald wie auch die Kleinstädte vor den Toren Hamburgs selten. Vielleicht der letzte Aufreger: 1982 beobachteten Fahnder den Terroristen Christian Klar. Sie verhafteten ihn, als er unweit von Bismarcks Schloss in aller Ruhe Waffen aus einem Erddepot holen wollte, um Unruhe zu stiften – geschenkt.