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Eimsbüttel. Vom Schlump in die Zukunft

Hamburgs wohl seltsamster Name im U-Bahnnetz ist Schlump. Was mögen japanische Touristen denken, wenn sie ihn hören? Eine Gruppe von Ausnahmekünstlern machte sich den abseitigen Sound zu Nutze. Sie sind als „Schlumper“ weit über Eimsbüttel, ja über Hamburg bekannt geworden.

Viel mehr aus der Rolle Fallendes hat der namensgebende Stadtteil des Bezirks Eimsbüttel nicht zu bieten. Nicht, dass er langweilig wäre. Er ist so herrlich normal. Ein Viertel mit kleinen, aber feinen Altbau-Wohnungen und ruhigen Straßen. Sieht man vom Ring 2 und der Fruchtallee ab, die den Autoverkehr bündeln.

Auf dem Ring 2 rast der Verkehr vorbei am „Birdland“. Anhalten lohnt sich. Hier spielen aufstrebende Jazzer, die auf den Durchbruch hoffen, wie auch greis gewordene Jazzgrößen, die ihre besten Tage noch nicht hinter sich haben.

Der Zukunft zugewandt

Die Christuskirche ist eine U-Bahnstation. Aber auch eine echte Kirche. Ganz in der Nähe lockt wieder ein seltsamer Name. Das Kaifu, Kaiser-Friedrich-Ufer. Im gleichnamigen Bad – dem ältesten in Hamburg – schwimmen Familien, die Jugend chillt und Bodybuilder nehmen sich die durchtrainierten Senioren auf der Liegewiese zum Vorbild. Überhaupt der Sommer. Dazu gehört das Paddeln auf dem Isebekkanal. Wie auch das Straßenfest auf der Osterstraße. Es lockt Gäste aus anderen Stadtteilen in die Hauptstraße des Stadtteils. Dort bieten kleine Läden ein vielfältiges Angebot. Ob Bio, ob billig, vegan oder fleischig: Hier findet jeder seins. Und jede ihres. Nur die Kneipen, die es vor 30 Jahren buchstäblich an jeder Ecke gab, sind verschwunden. Wer hier lebt, scheint seine Ruhe haben zu wollen. Und findet sie in der Lutterothstraße. Auch eine U-Bahnstation. Wie die Emilienstraße. Wo man ebenfalls ungestört wohnt.

Die Universität ist nicht weit. Aber noch mehr und vor allem konkreter als dort wird in der Osterstraße über Zukunft nachgedacht: Im Haus der Zukunft. Einen solchen Ort hätte man in dem beschaulichen Stadtteil vielleicht nicht erwartet. Es gibt ihn aber. Und das klingt nicht mal komisch.